Das Holz... ...all intradition

Das Holz... Fichte ca. 250 Jahre alt Baum

Das wohl traditionsreichste Holz im Gitarrenbau ist die Europäische Fichte (Picea excelsa, Picea abies). Die von mir verwendeten Fichtenstämme beziehe ich aus ausgewählten Regionen von den bayerischen-, österreichischen-, und den italienischen Alpen sowie aus dem Bayerischen Wald, wo sie hauptsächlich in nord-östlichen Hanglagen (1200m – 1500m Höhenlage) gewachsen sind. Dort, im südlichen Bereich ihres natürlichen Verbreitungsgebietes, ist die Europäische Fichte ein Gebirgsbaum, was sich in der Struktur (geringer Spätholzanteil) und auch in der Qualität (z.B. regelmäßiges Wachstum) des Holzes positiv zeigt.


Rindenstruktur

Charakteristisch für diese Holzart ist der cremig helle, leichte Goldton. Sein Jahrringaufbau ist auf Grund geographisch-klimatischer Gegebenheiten sehr gleichmäßig, was einen besonders positiven Einfluss auf das Klangverhalten und die Klangqualität hat. Die Europäische Fichte ist ein Tonholz, das sich durch eine hohe Festigkeit in Verbindung mit einem geringen Gewicht auszeichnet und darüber hinaus hervorragende klangfärbende Faktoren aufweist.


Rudolf Fuchs

Allein die Tatsache, dass der berühmte Gitarrenbauer Antonio de Torres nur Europäische Fichte auf höchster handwerklicher und künstlerischer Ebene für seine Decken verbaute, sollte die Wahl des Holzes doch entscheidend erleichtern. Die Europäische Fichte ist wohl eines der wertvollsten Deckenhölzer, da sie im Vergleich zu anderen Holzarten tendenziell die ausgewogensten Verstärkungs- und Dämpfungseigenschaften für das optimale Klangspekturm einer Akustikgitarre besitzt. Sie wird für Meistergitarren der klassischen und spanischen Musik genauso verwendet, als für hochwertigste Fingerstyle- und Western-Gitarren.

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